Ein Bauunternehmen mit 120 Mitarbeitern sucht einen Bauleiter für Hochbauprojekte im Raum Frankfurt. Die Stellenbeschreibung: zwei Seiten Zuständigkeiten. Die Frage von 3turm: Welche Entscheidungen muss dieser Bauleiter tatsächlich treffen?

12 Entscheidungen, die zählen

Im System-Schnitt haben wir 12 ergebnisentscheidende Entscheidungen identifiziert. Keine davon steht in der Stellenbeschreibung. Beispiele: „Nachunternehmer-Auswahl bei Terminverschiebung" (Entscheidung unter Zeitdruck, mit Kostenfolge), „Material-Bestellung bei schwankenden Rohstoffpreisen" (Entscheidung unter Unsicherheit, mit Margenwirkung), „Baustellenstopp bei Sicherheitsbedenken" (Entscheidung gegen wirtschaftliches Interesse, mit rechtlicher Tragweite).

Für jede dieser Entscheidungen haben wir geprüft: Welche Informationen braucht der Bauleiter? (Kalkulation, LV-Positionen, Bautagebuch, Wetterdaten.) Wo kann KI vorbereiten? (Kalkulationsvergleiche, Terminprognosen, Materialverfügbarkeit.) Wo muss der Mensch entscheiden? (Sicherheitsstopp, Nachunternehmer-Eskalation, Kundenkommunikation.)

Was die KI-Kalkulation verändert

Ein KI-basierter Baukalkulator verarbeitet 300+ LV-Positionen in Minuten statt einem Tag. Das verändert die Rolle des Bauleiters: Er muss nicht mehr kalkulieren — er muss die Kalkulation beurteilen können. Das ist eine andere Kompetenz. Im Assessment prüfen wir genau das: Kann der Kandidat ein KI-generiertes Leistungsverzeichnis auf Fehler und Ausreißer prüfen?

Ergebnis

Die Besetzung wurde in 10 Wochen abgeschlossen. Der Impact Ramp umfasste 90 Tage mit Fokus auf Schnittstellenverträge mit den drei größten Nachunternehmern und die Einführung des KI-Kalkulationstools.