Der IT-Fachkräftemangel ist real. Aber die Reaktion darauf – mehr Recruiter, mehr Kanäle, mehr Volumen – greift zu kurz. Das Problem ist selten, dass es zu wenige Kandidaten gibt. Häufiger ist: Die Rolle ist so unklar definiert, dass passende Kandidaten sie nicht erkennen – oder ablehnen.
Warum mehr Suche nicht mehr findet
Ein CTO-Mandat in einem Mittelstands-SaaS mit 180 Mitarbeitenden klingt auf dem Papier klar. In der Realität stecken drei Jobs drin: VP Engineering (Teamführung), Head of Product (Produktvision), AI Strategy Lead (KI-Integration). Wer alle drei gleichzeitig sucht, findet niemanden – weil die Rolle als eine Person nicht existiert.
Das Decision Inventory macht sichtbar, welche Entscheidungen tatsächlich in der Rolle liegen. Und erst diese Klarheit ermöglicht die Frage: Brauchen wir eine Person oder zwei? Welche Entscheidungen sind delegierbar? Welche erfordern den CTO persönlich?
„Der Fachkräftemangel ist oft ein Rollenschnitt-Problem, das als Marktproblem gelesen wird."
Was ein Decision Inventory konkret ändert
Im CTO-Mandat haben wir 12 Kernentscheidungen identifiziert: Architektur-Entscheidungen, Team-Allokation, Build-vs-Buy, Security-Freigaben, KI-Arbeitsweisen-Standards, Vendor-Auswahl. Sechs davon brauchten den CTO persönlich, sechs konnten an einen VP Engineering delegiert werden – der bereits im Unternehmen war.
Das Ergebnis: Statt einer unmöglichen Suche nach dem Dreifach-Profil haben wir den CTO als strategischen Entscheider besetzt und den vorhandenen VP Engineering gestärkt. Time-to-Fill: 10 Wochen statt geschätzt 6 Monate. Und die Rolle war vom ersten Tag an klar.