Eine Stellenbeschreibung sagt: „Der CFO verantwortet das Finanz- und Rechnungswesen." Das stimmt — und es ist nutzlos. Denn es beschreibt eine Zuständigkeit, keine Wirkung. Es sagt nichts darüber, welche Entscheidungen dieser CFO tatsächlich treffen muss, auf welcher Informationsbasis, mit welchen Konsequenzen bei Fehlern.
3turm modelliert Rollen anders. Nicht als Bündel von Zuständigkeiten, sondern als Entscheidungssysteme. Die zentrale Frage ist nicht „Was soll diese Person tun?", sondern „Welche Entscheidungen muss diese Person treffen — und was braucht sie, um sie gut zu treffen?"
Das Decision Inventory
Das Decision Inventory erfasst für jede Schlüsselrolle die 10–20 ergebnisentscheidenden Entscheidungen. Nicht die Routine — die Entscheidungen, bei denen Qualitätsunterschiede den Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Besetzung ausmachen.
Für jede Entscheidung werden vier Ebenen geprüft: Qualitätskriterien (Woran misst sich die Güte?), Informationsbasis (Welche Daten fließen ein?), KI-Zulässigkeit (Was darf automatisiert werden?) und Eskalationslogik (Wer entscheidet bei Systemversagen?).
Eine Rolle zu verstehen bedeutet, ihre Entscheidungen zu verstehen. Alles andere ist Dekoration.
Warum das jetzt wichtiger ist als je zuvor
KI verändert die Qualitätsdichte klassischer Schlüsselrollen. Wenn ein CFO seine Reporting-Routinen automatisiert, bleibt die Frage: Welche Entscheidungen bleiben? Welche werden durch KI-Vorbereitung besser? Welche werden obsolet? Das Decision Inventory beantwortet diese Fragen — bevor die erste Longlist steht.
Der Unterschied zu einer klassischen Stellenbeschreibung: Eine Stellenbeschreibung beschreibt die Rolle, wie sie heute ist. Das Decision Inventory beschreibt die Rolle, wie sie morgen sein muss.
In der Praxis
Das Decision Inventory ist Vertragsbestandteil jedes 3turm-Search-Mandats. Es wird in der ersten Phase (System-Schnitt) erarbeitet und dient als Grundlage für Success Profile, Assessment und Impact Ramp.